Wie kommt man eigentlich als Bonner nach Griechenland?
Vom Urlaubstraum zur Realität
Es fing alles mit diesem Schild an. ΠΟΛΕΙΤΑΙ - in unseren Buchstaben POLEITAI, gesprochen [politä] - heisst nichts anders als “Zu Verkaufen”.
Mai 2018 - die günstige Konstellation von Pfingsten und den übrigen Feiertagen erlaubte es dem nordrheinwestfälischen Kultusministerium die ganze Woche nach Pfingsten zur Fereinwoche zu erklären. ‘Wir wollen nach Griechenland’ - sagten meine Frau und mein Sohn und schon war eine Reise gebucht und ein Fereinhaus an der Ostküste des Peloponnes gefunden, denn für mich kam nur eine Reise auf den Peloponnes, dort wo ich das letzte mal vor über 20 Jahren in Griechenland gewesen war, in Frage.
Am ersten Abend auf der Terrasse, ich hatte uns ein paar griechische Meze bereitet - sah ich dieses Schild und sagte ‘guckt mal, das Haus da gegenüber ist zu verkaufen’.
Damit war der Urlaubsschalter für den Rest der Woche umgelegt, denn die Überlegungen, am südlichen Ende Europas ein Haus zu besitzen, nahm uns voll in Beschlag. Ein Besichtigungstermin war schnell organisiert.
Das Haus bei Livadi, mit dem unsere Griechenland-Reise begann
Die Entdeckung der Mani
Unser Angebot war der Verkäuferin letztendlich zu niedrig und so bin ich im Februar 2019 abermals eine Woche kreuz und quer über den Peloponnes gefahren und habe mir Häuser - letztlich ohne großen Erfolg angeschaut.
Am letzten Tag meiner Reise traf ich einen Makler in Kalamata, der mir unbedingt die Halbinsel Mani - den mittleren Finger des Peloponnes - zeigen wollte. Bereits die Fahrt von Kalamata über die Ausläufer des Taygetos-Gebirges war ein Erlebnis, die Ankunft am Hafen von Agios Nikolaos, just in dem Moment als ein Sonnenstrahl die graue Februarwolkendecke durchstiess. Kitsch pur, aber wahr.
Der Hafen von Agios Nikolaos auf der Halbinsel Mani
Vom Hausbau zum ersten eigenen Olivenöl
Ein für unser Budget geeignetes Haus hatte der Makler zwar nicht - die Idee einen sehr kleinen Rohbau zu erwerben hat sich zum Glück schnell zerschlagen. Aber, der Makler wäre keiner, hätte er nicht ein Baugrundstück in unmittelbarer Nähe, mitten im Olivenhain im Portfolio gehabt - mitsamt einem örtlichen Bau-Unternehmer im Schlepptau.
Von da an ging es ziemlich schnell - Kauf des Grundstücks Sommer 2019, Abschluß des Bau-Vertrages Oktober 2019, Bau des Hauses mitten in der Corona-Zeit mit entsprechenden Reisebeschränkungen und schließlich Übernahme des Hauses im Oktober 2020. Auf unserem Grundstück stehen 22 schöne Olivenbäume - und mit der ersten eigenen Olivenöl-Ernte 2021 war der weitere Weg vorgezeichnet.
unser Haus von oben - mit Pool und Olivenbäumen